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Mittwoch

Neuleng­bach wird Natur im Garten Gemeinde

Barbara Löffler - Beschluss im Gemeinderat

Um als „Natur im Garten – Gemeinde“ ausgezeichnet zu werden, müssen bei der Pflege und Gestaltung der öffentlichen Grünräume jedenfalls folgende 3 Kriterien erfüllt sein:

  • Verzicht auf Pestizide
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel
  • Verzicht auf Torf
  • Schutz von ökologisch wertvollen Grünraumelementen
  • Bei neu zu schaffenden Grünraum oder Umgestaltung werden vorwiegend standortgerechte, regionaltypische und ökologisch wertvolle Pflanzen verwendet.
  • Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der ökologischen Pflege und Neu- bzw. Umgestaltung soll verstärkt werden.

Seit 2 Jahren kann sich Neulengbach als pestizidfreie Gemeinde bezeichnen, jetzt ist es soweit, dass  auch auf Torf verzichtet wird.

Weitere Kriterien, die zu berücksichtigen sind:

Bei der Umsetzung der oben angeführten Maßnahmen erzielt die Gemeinde einen Gewinn durch eine höhere Lebensqualität für alle. Sie zeichnet sich dadurch als nachhaltig agierende Gemeinde aus, mit Vorbildwirkung für Ihre Bürgerinnen und Bürger.

Bei der Umsetzung einer ökologischen Grünraumbewirtschaftung wird die Stadtgemeinde Neulengbach durch ein Bildungsprogramm für die im Grünraum zuständigen MitarbeiterInnen unterstützt sowie von „Natur im Garten“ BeraterInnen begleitet.


Nach dem am 10.9.2019 einstimmig gefassten Gemeinderatsbeschluss wird der Stadtgemeinde NEULENGBACH die Auszeichnung „Natur im Garten“ Gemeinde als Tafel verliehen. 

Der Beschluss im Wortlaut


Die Stadtgemeinde Neulengbach strebt die Auszeichnung als „Natur im Garten“ Gemeinde an und verpflichtet sich in Zukunft, folgende Kriterien bei der Pflege und Gestaltung ihrer Grünräume zu berücksichtigen:

  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, statt dessen wird nach biologischen Prinzipien gestaltet und gepflegt: standortgerechte Pflanzenwahl, Förderung natürlicher Gegenspieler und Einsatz biologischer Stärkungs- und Pflanzenschutzmittel
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel, statt dessen wird organisch gedüngt, um ein gesundes Bodenleben zu fördern, eine gleichmäßige Nährstoffzufuhr zu sichern und widerstandsfähige Pflanzen zu erhalten
  • Verzicht auf Torf und torfhaltige Produkte, weil Torf aus Mooren gewonnen wird. Moore sind seltene Biotope, sie zählen zu den wichtigsten CO2 Speichern der Erde und werden durch den Torfabbau unwiederbringlich zerstört.
  • Schutz von ökologisch wertvollen Grünraumelementen (Bäumen, Alleen, Hecken, naturnahe Wiesen, Feucht- und Trockenbiotope, etc.).
  • Umstellung der Grünraumpflege auf ökologische Wirtschaftsweisen, wie z.B. Verwendung von Pflanzenstärkungsmittel, biologische Pflanzenschutzmittel oder nichtchemische Beikrautbekämpfung.
  • Bei neu zu schaffendem Grünraum oder Umgestaltung bestehenden öffentlichen Grüns werden vorwiegend standortgerechte, regionaltypische und ökologisch wertvolle Pflanzen verwendet. Die Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der ökologischen Pflege des Grünraums sowie bei Neu- und Umgestaltungen soll verstärkt werden.